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Projekt Eifelsteig – Teil 2, Etappe 6 bis 8

August 2016 – Es geht los! Am Abend vor unserer ersten Etappe sind wir ins Kloster Steinfeld angereist. Da von unserem Heimatort das Örtchen nur eine knappe Autostunde entfernt ist, haben wir uns entspannt von meinen Eltern fahren lassen. Man kann natürlich auch mit dem Zug anreisen. Nachdem wir genusswandern_eifelsteig_6_1eingecheckt haben, durften wir unser Zimmer in Augenschein nehmen. Wir waren im neuen Gästehaus des Kloster untergebracht und da war ich nun wirklich sehr erstaunt. So viel Luxus, Geschmack und top ausstattung in einem Kloster, hätte ich nicht erwartet. Als Dankeschön für den Taxiservice wurden meine Eltern natürlich noch zum Abendessen genusswandern_eifelsteig_6_2eingeladen. Vorsorglich hatten wir in der Gaststätte Zur alten Abtei in Steinfeld einen Tisch reserviert. Das war auch gut so, denn Freitag Abend war da ganz schön Betrieb. Die Alte Abtei ist eine rustikal gemütliche Eifelgaststätte mit einer kleinen, saisonalen Speisenkarte. Was sagt es uns, wenn nur 10 Gerichte auf der Karte stehen? Richtig, hier wird noch gekocht! Und das auch wirklich gut. Bürgerliche Küche, gut gemacht mit ebenso guten Zutaten.

Nach einer äußerst erholsamen Nacht ging es dann ins Refektorium zum Frühstück. Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet stand bereit mit allen guten Sachen, die man sich so wünscht. Verschiedene Brotsorgen, verschiedene Brötchen, Honig und Marmeladen, Wurst- und Käseauswahl, gekochte Eier, Joghurt, Obst sowie Cerealien.

genusswandern_eifelsteig_6_3Gut gestärkt begaben wir uns nun auf den Eifelsteig, Etappe Nr. 6 nach Blankenheim. Die Etappe hat offiziell eine Länge 23,6 km und war als Einstiegsetappe somit schon eine kleine Ansage. Im großen und ganzen waren die Steigungen jedoch moderat. Der Weg verläuft durch Wald und über Wiesen, entlang der Agrippastrasse und vorbei an Kalkbrennöfen aus dem 19. Jahrhundert. Nachdem man ungefähr die Hälte der Tagesetappe erlaufen hat, liegt in Nettersheim direkt am Eifelsteig das Café Zur Römerquelle und lädt zu einer kleinen Pause ein. Da eine Bäckerei angeschlossen ist, gibt hier immer frisch genusswandern_eifelsteig_6_5gebackenes Backwerk, wie Brot, Brötchen und Kuchen. Dazu diverse kalte und warme Getränke. Aber auch kleine Gerichte, wie z.B. einem strammen Max, bietet die kleine Speisenkarte. Bei schönem Wetter kann man dann z.B. ein alkoholfreies Weizenbier oder Stückchen Kuchen draußen genießen. Gut gestärkt geht es dann weiter und man erreicht das Tagesziel Blankenheim.

Ein kleiner beschaulicher Ort mit einer ebenso kleinen Attraktion. Die Ahr-Quelle befindet sich mitten im Ort. Wir sind hier im Hotel Schlossblick für 2 Nächte untergebracht. Die Restaurantauswahl ist in Blankenheim etwas eingeschränkt. genusswandern_eifelsteig_6_7Es gibt zwar einige Cafés, diese schließen jedoch spätestens um 19:00 Uhr. Den ersten Abend verbringen wir in der Brasserie an der AhrHier gibt es alles. Vom Burger über Flammkuchen bis hin zum Steakspieß. Alles frisch gekocht und das Fleisch wird auf dem Grill zubereitet. Kleiner Tipp: Unbedingt einen Tisch  reservieren! Wer es rustikaler mag ist im Restaurant des Hotel Schlossblick gut bedient. Eine Spezialität des Hauses: Döppekooche. Und die nicht nur in der traditionellen Form mit Speck und/oder Mettwurst, sondern auch z.B. mediterran. Das Ganze z.B. mit einem Salatteller – sehr schönes Abendessen nach einer langen Wanderung.

genusswandern_eifelsteig_7_1Die Etappe Nr. 7 führt regulär von Blankenheim nach Mirbach. Da jedoch in Mirbach kein Zimmer zu bekommen war, übernachteten wir zwei Nächte in Blankenheim und wurden vom Hotelier mit dem Auto nach Mirbach gefahren. Wir machen die Etappe einfach anders herum. Die Etappe ist „nur“ mit 17,7 km angegeben. Auch die zu erwartenden Höhenmehter halten sich in Grenzen. Wir sind darüber nicht böse, denn der erste Tag steckt uns doch etwas in den Knochen. An der Erlöserkirche in Mirbach wurden wir abgesetzt und dort beginnt auch gleich der Eifelsteig. Ein schöner Weg, der vorbei an Wiesen und Felder sowie durch genusswandern_eifelsteig_7_3Wälder führt. Im Naturschutzgebiet Griesheuel säumen Wacholderbüsche des Wegesrand. In Ripsdorf, was ungefähr in der Mitte der Etappe liegt, lädt die Gastwirtschaft/Restaurant Breuer für eine Pause ein. Weiter geht es dann auf den abwechslungsreichen Wegen und Pfaden bis zurück nach Blankenheim. Obwohl es eigentlich eine harmlose Tour ist, waren wir doch ziemlich fertig. Gemein auch, dass wir zum Schluss noch mal richtig gefordert wurden, was das bergauf und bergab laufen anging. Wir waren eindeutig noch nicht eingelaufen.

genusswandern_eifelsteig_7_4Vor der Etappe Nr. 8 hatten wir schon etwas mehr Respekt. Zum einen, da wir doch ziemlichen Muskelkater hatten und zum anderen da uns 25,9 km mit diversen Höhenmeter bevorstanden. Die Etappe verläuft von Mirbach nach Hillesheim. Vom Hotelier wurden wir wieder nach Mirbach gefahren, um von dort aus mit der Tour zu starten. Da wir nun schon die dritte Etappe liefen, kannte man auch schon den ein oder anderen Wanderer bzw. Wanderpärchen, von den vorherigen Etappe. Mehrmals am Tag trifft man sich dann unterwegs.

genusswandern_eifelsteig_8_2Die Etappe führt viel über Wiesen und vorbei an Korn- und Maisfelder. Ungefähr nach der Hälfte der Strecke erreicht man den Wasserfall Dreimühlen. Ein echtes Naturschauspiel was man genießen sollte! Unterwegs gibt es immer wieder Bänke, teilweise auch mit Tisch, um ausreichend Pausen einlegen zu können. Da wir an einem Dienstag unterwegs waren, gab es keine Einkehrmöglichkeit (Ruhetag!) und wir genusswandern_eifelsteig_8_3waren froh, dass jeder 3 Liter Wasser und ein gutes Lunchpaket dabei hatte. Die letzten 5 oder 6 Kilometer waren dann sehr zäh. Wir dachten zuerst es läge an uns, aber unsere Wanderkumpanen haben zugegeben, dass es ihnen ebenso ergangen war. In Hillesheim angekommen waren wir sehr froh, am nächsten Tag einen geplanten wanderfreien Tag genießen zu können. Unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte: das Hotel Augustiner Kloster. Ein 4-Sterne Hotel mit Spa. Erste Aktion im Hotel: Massage für den nächsten Vormittag buchen.

genusswandern_eifelsteig_8_5Hillesheim ist bekannt für als Kirmistadt. Der gesamte Tourismus der Stadt baut auf diesem Thema auf und das haben die mal richtig gut gemacht. Gleich neben unserem Hotel befindet sich das Krimi-Hotel mit Restaurant. Genau das richtige für den ersten Abend! Eine gut bürgerliche Karte, im lustigen Format. Die Gerichte sind alle nach Krimi-Helden benannt. Für genusswandern_eifelsteig_8_4mich gab es z.B. „James Bond bittet zu Tisch“ – kaltes Roastbeef mit Bratkartoffeln. Wer Hunger auf viel Fleisch hat kann auf den „Magnums XL-Burger“ zugreifen. Das gesamte Ambiente ist auf das Thema Krimi ausgelegt, nicht nervig dafür kauzig. Wer es zeitlich einrichten kann, hat auch die Möglichkeit im englischen Clubraum an jedem Samstag um 16:00 Uhr die Tea Time einzunehmen. Reservierung erforderlich!

genusswandern_eifelsteig_8_7An unserem Ruhetag haben wir zuerst ein spätes Sektfrühstück eingenommen und im Anschluss unsere gebuchten Massagen genossen. Dann stand ein kleiner Stadtbummel auf dem Programm. Dieser führte uns dann unweigerlich in den Buchladen „Lesezeichen“ und dem daran angeschlossenen Café Sherlock. Ein wunderbar eingerichtetes Café mit vielen Asseccoires aus den verschiedensten Krimis. Gleich ins Auge sprang uns beim Blick in die Speisenkarte der „Miss Marples Cream Tea“. Zwei Scones mit genusswandern_eifelsteig_8_8Erdbeermarmeladen, clotted Cream sowie einer Kanne Tee. Die Scones waren die besten die ich je auf deutschem Boden essen durfte. Ich kam mir wirklich vor wie im England-Urlaub. Auf den oberen Etagen des Cafè befindet sich dann noch das Krimi-Archiv – eine Sammlung unzähliger Krimiwerke. Unglaublich und man sollte sich das auf keinen Fall genusswandern_eifelsteig_8_10entgehen lassen.

Zurück im Hotel haben wir dann noch ein wenig den Spa-Bereich genutzt und etwas Zeit in der Saune verbracht. Die Muskeln haben es uns gedankt. Das Abendessen hatten wir im Hotel eingenommen. Die Karte ist etwas hochwertiger aber immer noch im „normalen“ Rahmen. Fisch, Fleisch, Vegetarisch – alles ist dabei.

Gut erholt können wir nun morgen in die nächste Etappe einsteigen.

Hier geht’s zu Teil 1.
Hier geht’s zu Teil 3.

 

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Andrea Kuchenbuch

2 Comments

  1. […] > Hier geht’s zur Fortsetzung mit Teil 2. […]

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