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Projekt Eifelsteig – Teil 1

August 2016 – Im vergangenen Jahr haben wir mit unserem Projekt Eifelsteig begonnen. Genauer gesagt haben wir die Etappen Nr. 1 bis 5, von Kornelimünster bis Steinfeld absolviert. Die Links zu den Beiträgen findet ihr am Ende dieses Artikels. Nun wollten wir den Eifelsteig zu Ende bringen. Der Plan: wir starten wieder in Steinfeld und laufen die restlichen 10 Etappen bis Trier. Das Ganze jedoch mit 2 Ruhetagen versehen, denn wir sind im Urlaub und nicht auf der Flucht.

Wie auch schon bei der letzten Tour, gönnen wir uns, über den Unterkünftigen hinaus, noch etwas Luxus. Die Tour erfolgt nämlich mit Koffertransfer. Das heißt, wenn wir morgens das Hotel verlassen, um uns auf den Weg ins nächste zu machen, werden unsere Koffer von Hotel A zu Hotel B gebracht und erwarten uns abends sehnsüchtig. Für den Tag hat jeder somit nur einen Tagesrucksack mit einem Lunchpaket sowie Getränken und evtl. noch Regenkleidung zu tragen. Nachdem man sich abends im Hotel frisch gemacht hat, kann man in „normale“ Kleidung schlüpfen und ein entspannendes Abendessen geniessen. Für mich gehört das einfach zum Urlaub dazu. Wer es rustikaler und spartanischer mag, quartiert sich in Frühstückspensionen oder Jugendherbergen ein und wäscht jeden Tag seine Socken und mehr. Jeder wie er mag.

Unsere gewählte Art der Eifelsteigtour hat noch einen weiteren Vorteil, der gleich zu Beginn bei der Planung und Organisation liegt. Die übernimmt vollständig die Eifel Tourismus GmbH. Man nennt den gewünschten Reisezeitraum, evtl. Ruhetage, die Hotelkategorie und erhält einen Reisevorschlag. Der lässt sich dann ggf. nach Wunsch noch ändern und fertig ist die perfekt organisierte Wandertour, inkl. Lunchpaket, Koffertransfer und ggf. Transfer zum Startpunkt der Tagestour, sollte der nicht in fußläufiger Hotelnähe sein. Bezahlt wird alles vorab, sodass man sich auch darum während der Tour nicht kümmern muss. Im Paket enthalten ist dann auch noch ein Eifelsteigführer, in dem sehr detailliert die einzelnen Etappen mit Karten enthalten sind, sowie Informationen zu den einzelnen Orten und dortigen Möglichkeiten. Natürlich fehlt auch nicht der Wanderpass, den man sich nach jeder Etappe im Hotel abstempeln lassen kann sowie Kofferanhänger, damit nichts verloren geht.

Bezüglich der Lunchpakete gibt es unterschiedliche Formen, die jedes Hotel für sich selbst festlegt. Bei dem einen bedient man sich nach dem eigenen Geschmack am Frühstücksbuffet, das andere legt noch frisches Obst, Müsliriegel und Getränke dazu. Tüten oder Brotpapier werden immer zur Verfügung gestellt – wir sind jedoch Lunchbox-Inhaber. Wenige der Hotels machen komplette Lunchpakete fertig, was ich aber auch eigentlich gut finde. Bei den belegten Brötchen greifen die Profi-Köche zu gerne auf Weißmehlbrötchen zurück, denen die nötige Power für eine lange Wanderung fehlt. Vollkorn haben die leider nicht so auf dem Radar. Man sollte den Vorteil „Lunchpaket“ keinesfalls unterschätzen, denn in der Eifel findet man nicht alle paar hundert Meter einen Supermarkt oder sonstiges. Auch was die Gaststätten betrifft ist es manchmal schwierig. Montag und Dienstag ist häufig Ruhetag und auf der ein oder anderen Etappe findet man, ohne Umwege laufen zu müssen, überhaupt keine Einkehrmöglichkeit.

Neben gutem Schuhwerk, möchte ich Euch noch einen Tipp mit auf den Weg geben. Kauft einen vernünftigen Rucksack! Auch wenn er „nur“ für die Verpflegung und evtl. einer Jacke dient. Es kommen schnell ein paar Kilo zusammen, die dann nach einigen Stunden auf dem Rücken sehr nervig werden können. Im vergangenen Jahr hatte ich zwar augenscheinlich einen guten Rucksack, aber tatsächlich nicht für meinen Rücken. Sehr schmerzhafte Druckstellen an den Schultern waren die Folge. Für diese Tour habe ich nochmal etwas investiert, bin in ein Fachgeschäft und habe mir einen Rucksack genau passend für mich gekauft. Ergebnis: keine Rückenschmerzen, keine Druckstellen. So machen dann Wanderungen von teilweise bis zu 7 Stunden auch noch Spaß. Eine gute Größe ist ein Rucksack mit 26 l Volumen. Unser persönlicher Favorit: der Startos 26 von Ospray. Aber wie gesagt, dass ist eine ganz individuelle Entscheidung und man sollte auf keinen Fall nach der Optik gehen!

Damit wären wir soweit und können starten. Die Eifelsteig-Etappen 6 bis 15 inklusive der Ruhetage, werden in 3 Beiträgen veröffentlicht. Ab heute gibt es jeden Sonntag die Fortsetzung. Viel Spaß beim lesen!

Eure Andrea

> Hier geht’s zur Fortsetzung mit Teil 2.

Links zu den Etappen 1 bis 5:
Einleitung
Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 5

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Genusswandern

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